Emma Lottes Reisetagebuch: Urlaub im Harz

Wir haben von Samstag bis Mittwoch spontan Urlaub im Harz gemacht. Da ich in meinem Leben noch nie wirklich in den Bergen war, war alles ziemlich neu und aufregend für mich.
Samstag sind wir sechs Stunden von Flensburg nach Hahnenklee gefahren. Das ist ein kleines Dorf, das direkt beim Bocksberg liegt. Dort haben wir ein kleines Familienhotel aufgesucht, welches ca. 600 Meter vom Kern der „Kleinstadt“ und direkt neben einem schönen Wald liegt.
So hatten wir vom Restaurant eine schöne Aussicht auf den Berg und von unserem Zimmer eine schöne Aussicht auf den Wald.

Sonntag – Liebesbankweg auf den Bocksberg
Am Samstag sind wir Teile des Liebesbankweg gewandert, der einmal um den ganzen Bocksberg führt. Wie der Name schon sagt, befinden sich zahlreiche Liebesbanken auf der Wanderroute, die zum Pausieren und Picknicken einladen. Jede Bank hat ein besonderes Thema. Bei dieser Wanderung haben wir die Möglichkeit genutzt und einen Abstecher auf die Spitze des Berges gemacht. Innerhalb des Weges war die Anzahl der Begegnung mit anderen Touristen echt begrenzt, sodass man die Ruhe und die schöne Aussicht genießen konnte. Auf der Spitze des Berges, wo sich auch die Bobbahn, die Seilbahn, die Gondelbahn sowie einige „Restaurants“ bzw. Essensmöglichkeiten befinden, sah es schon anders aus.

Besonders bei der Bobbahn hätte man viel Zeit und Geduld mitbringen müssen, wenn man sich der Menschenmenge hätte aussetzen wollen.
Da wir Emma dabei hatten, kam dies ohnehin nicht in Frage und wir beschlossen mit der Gondelbahn runterzufahren. Hierbei kann ich euch einen ganz großen Tipp geben! Wenn du selber nicht schwindelfrei bist und der Hund zwischendurch auch unsicher werden könnte, laufe den Weg lieber runter. 😀
Wir haben diese Fahrt echt bereut, da die Gondelbahn schon ziemlich wackelig war. Emma hat es aber relativ gut mitgemacht, jedoch war sie auch seeeeehr froh, als wir unten ankamen.
Hunde fahren zudem kostenlos mit und Emma musste auch keinen Maulkorb tragen.

Sonntag – Hundewald Wildemann
Am selben Tag haben wir noch einen kleinen Ausflug nach Wildemann in den Hundewald gemacht. Der Hundewald ist ca. 3000 m2 groß und rundum mit einen hohen Zaun eingezäunt. So kann jeder seinen Hund ohne Sorgen freilaufen lassen. Der Hundewald ist rund um die Uhr geöffnet und der Eintritt ist kostenlos. Allerdings ist dort eine Spendendose, um die ehrenamtlichen Vereinsmitglieder, die für die Pflege des Hundewaldes sorgen, zu unterstützen.
Voraussetzung für das Betreten ist selbstverständlich ein ausgeglichenes Sozialverhalten des Hundes sowie das Bestehen einer Versicherung. Zudem muss der Hund geimpft und frei von jeglichen Parasiten sein (versteht sich von selbst).
Als wir ankamen, waren einige Hunde auf dem Platz – sowohl groß als auch klein. Wir haben dort eine kleine Runde gedreht und uns dann mit ausreichend Abstand auf die Bänke gesetzt. Leider war Emma nicht in Spiellaune und hat somit eher die spielende Gruppe von außen beobachtet, aber für Hunde, die gerne mit anderen Hunden spielen, ist hier ein perfekter Ort. Die Besucher, die dort waren, waren auf jeden Fall nett und hatten immer einen Blick auf ihren Hund.

Montag – Ausflug in die Altstadt Goslar  
Am Montag haben wir einen Ausflug in die Altstadt Goslar gemacht, in welcher sich viele schöne alte Häuser, kleine Cafés und Restaurants befinden. Hunde dürfen dort nahezu alle Örtlichkeiten (Restaurants, Läden und Cafes) betreten. Auch bei dem Blogeintrag der lieben Inga von Tales and Tails  (https://talesandtails.de/blogs/news/auf-4-pfoten-im-harz) haben wir erfahren, dass sie ähnliche positive Begegnungen in der Altstadt gemacht hat.
Nach dem Ausflug in die Altstadt haben wir einen Abstecher zur Grenatalsperre gemacht. Hierbei haben wir jedoch einen falschen Standort erwischt, sodass wir keine schöne Aussicht hatten. Daher sind wir direkt weiter zu dem unteren Grumbacher Teich gefahren. 

Montag – unterer Grumbacher Teich
Geparkt haben wir unser Auto bei dem Parkplatz Kuttelbacher Teich und haben von dort aus die kurze 2km Wanderung zum unteren Grumbacher Teich angetreten. Wir sind den Grumbachtalweg gelaufen, welcher super augeschildert ist. Dort angekommen, waren wir geflasht von der wundervollen Natur und der schönen Hütte. Dort sind tatsächlich auch unsere meisten Bilder enstanden. 🙂 Der untere Grumbacher Teich ist ein vor 1673 künstlich angelegter Teich.

Dienstag – Spiegelthaler Wasserfall
Am Montag haben wir einen kurzen Ausflug zum Spiegeltaler Wasserfall gemacht. Um die Wanderung recht kurz zu halten, haben wir unser Auto in der Goslarsche Straße, Ecke Wegesmühle/ Mittelmühle geparkt und mussten somit nur 20 Minuten zum Spiegelthaler Wasserfall laufen. Allerdings gibt es bei Google einige große Wanderrouten, die zum Spiegelthaler Wasserfall führen.
Der Spiegelthaler Wasserfall ist ein ca. 5 Meter hoher künstlicher Wasserfall, der ebenfalls vor 1673 angelegt wurde. Er liegt unweit von dem oberen Spiegelthaler Teich. Auf dem Weg dorthin läuft man neben einem wunderschönen Flößgraben, welchen ihr auf den Bildern erkennen könnt.
Emma hatte tatsächlich etwas Respekt vor dem Wasserfall und wollte dort gar nicht ins Wasser. Sonst ist das aber ein schöner Ausflugsort, bei dem man auch tolle Bilder machen kann.

Dienstag – Unterer Grumbacher Teich/ Grumbacher Wasserfall
Da wir es beim unteren Grumbacher Teich so schön fanden, sind wir am Dienstag noch einmal dorthin gefahren. Dieses Mal sind wir sogar etwas weiter gegangen und haben dort den wunderschönen Grumbacher Wasserfall entdeckt. Ein kleiner Weg am Wegesrand führt direkt bis zum Wasserfall, sodass man das tolle Phänomen von Nahem bestaunen kann.
Anschließend haben wir die Treppe nach oben gewählt, welche einem zum Flößgraben führt. Geht man diesem entlang, gelangt man zum Ursprung des Wasserfalls und kann von dort aus den Wasserfall hinunterfließen sehen.

Leinenpflicht in Niedersachen
Die Leinenpflicht besteht in Niedersachen während der Brut- und Setzzeit (also zwischen dem 1. April und dem 15. Juli). Ausgenommen sind Jagdhunde, Rettungs-, Blinden- und Polizeihunde während eines Einsatzes. Im Naturschutzgebiet sowie im Landschaftsschutzgebiet gilt zudem eine generelle Leinenpflicht. 
Außerhalb der Brut- und Setzzeit dürfen Hunde „in der freien Landschaft“ freilaufen, wenn der Halter garantieren kann, dass der Hund stets abrufbar ist und nicht wildert. Zudem steht es den Gemeinden frei, eigene Regeln bzgl. der Leinenpflicht zu verhängen. Informiert euch sonst am besten bei der jeweiligen Gemeinde, wenn ihr euch unsicher seid. 

Was uns nicht so gut gefallen hat!
Grundsätzlich war es ein wunderschöner Urlaub, in dem wir sehr viel entspannt haben, gewandert sind und neue Orte erkundet haben. Überall ist uns jedoch dasselbe Problem aufgefallen, was uns besonders als Hundebesitzer schon arg gestört hat. Bei den Orten, wo wir gewandert sind, waren kaum Mülleimer aufgestellt, sodass man teilweise km weit oder sogar wieder bis zum Auto den Kotbeutel des Hundes tragen musste. Da würden wir uns freuen, wenn die Bereiche, wo doch viele Wanderer unterwegs sind, weitere Mülleimer aufgestellt werden.
Kotspender haben wir auch nur wenige gefunden, jedoch haben wir reichlich mitgenommen, sodass wir darauf zum Glück nicht angewiesen waren.

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