Emma Lotte – Leben mit einem Tierschutzhund

*In diesem Beitrag werden einige soziale Netzwerke erwähnt, für welche ich jedoch keine Kooperation pflege. Dennoch wird dieser Beitrag als „Werbung“ gekennzeichnet.“

In meiner Vorstellungsrunde habt ihr ja bereits erfahren, dass Emma in Bulgarien geboren ist und ihre ersten 5,5 Monate dort lebte.

Nun habe ich einige Fragen von euch erhalten, ob ich mich bewusst für einen Tierschutzhund entschieden habe und wie das Zusammenleben mit einem Hund aus dem Tierschutz ist.

Darüber möchte ich euch in diesem Beitrag erzählen.

Habe ich mich bewusst für ein Tierschutzhund entschieden?

Zuerst gehe ich auf die Frage ein, ob ich mich bewusst für einen Hund aus dem Tierschutz entschieden habe. Dafür kann ich ein ganz klares Nein aussprechen.

Für mich war es immer wichtig, dass der Hund charakterlich zu mir und meinem Partner passt. Schließlich soll der Hund sein restliches Leben bei mir/uns verbringen dürfen. Dementsprechend stand ich sowohl dem Tierheim als auch dem Tierschutz positiv gegenüber.

Da ich für mich damals beschlossen habe, dass ein Welpe nicht zu meiner damaligen Lebenssituation gepasst hätte, habe ich die Option, einen Hund vom Züchter zu holen, gänzlich außer Acht gelassen.   Ich bin jedoch der Meinung, dass ein Hund von einem Züchter sehr viele Vorteile haben kann.

 

Wie kam ich zu Emma? – Die Suche nach einem passenden Hund

Für die Suche nach einem passenden Hund sind wir verschiedene Wege eingeschlagen. Zum einen haben wir über einen längeren Zeitraum verschiedene Tierheime in Schleswig-Holstein und Hamburg durchforstet. Jedoch haben wir dort nie einen Hund gefunden, der zu 100% zu uns gepasst hätte.

Also erweiterten wir die Suche und schaute auf Seiten wie „Ebay-Kleinanzeigen“ und anderen Portalen, die Hunde zum Adoptieren anbieten. Nebenher schauten wir in verschiedenen Tierschutzgruppen auf Facebook sowie auf verschiedenen Tierschutzportalen.
Da es für meinen Freund der erste Hund war und auch ich der Ansicht bin, dass der Hund charakterlich mit unserem Charakter harmonisieren sollte, war es mir wichtig, dass wir den Hund persönlich anschauen können.

Nach langem Suchen fand ich eine Tierschützerin in Schleswig-Holstein, die unter anderem mit einem Tierschutz in Bulgarien zusammenarbeitet.
So fuhren mein Freund und ich an die Ostsee und besuchten die Pflegestelle der Tierschützerin, die verschiedenste Hunde mit den verschiedensten Geschichten aufnimmt, aufpäppelt und anfängt zu sozialisieren.

Dort lernten wir die kleine Emma kennen, die damals noch Honey hieß. Wir verbrachten mehrere Stunden dort und lernten allmählich ihre Charaktereigenschaften kennen und verliebten uns in diese. Von der Tierschützerin erfuhren wir Bruchstücke von Emmas Vergangenheit. Zudem wurden wir über ihre „schwierige“ Art aufgeklärt, sodass wir uns auf eventuelle Probleme vorbereitet sein konnten. Wir haben uns am selben Abend noch für sie endschieden und holten sie noch ein paar Tagen Vorbereitung ab. Ist man sich da aber nicht zu 100% sicher, bin ich der Meinung, dass man gerne ein paar Nächte drüber schlafen kann.

Wie ist das Zusammenleben mit einem Tierschutzhund?

Ganz oft bekam ich die Frage, wie das allgemeine Zusammenleben mit einem Hund aus dem Tierschutz ist und ob ich irgendwann Zweifel mit der Entscheidung gehegt habe. Jeder Hund ist individuell und trägt seine eigene Geschichte mit sich. Da ist es egal, ob der Hund aus dem Tierheim, aus einer privaten Vermittlung, aus dem Tierschutz oder gar von einem Züchter kommt. Jeder Hund hat entweder seine positiven oder negativen Erfahrungen gesammelt.

Emma wird die ersten 5,5 Monate keine schönen Erfahrungen gesammelt haben, welche noch heute ihren Charakter und ihre Grundhaltung kennzeichnen. Als sie zu uns kam, hatte sie vor allem und jeglichen Dingen/ Situationen Angst. Sie kannte weder ein Geschirr, ein Halsband noch eine Leine. Ein Großteil ihrer Ängste konnten wir ihr schnell nehmen und sie wurde stetig offener. Doch ihre Grundskepsis, besonders gegenüber fremden Menschen und temperamentvollen Hunden, ist noch heute sehr präsent und wird sich wohl höchstwahrscheinlich nie legen.

Man muss sich, wie bei jedem anderen Hund auch, im Klaren sein, dass oftmals schwierige Situationen auftreten können, die bewältigt werden müssen.
So habe ich mit Emma die ersten 2 Jahre nur an der Schleppleine sowie an der kurzen Leine trainiert. Kontakt mit anderen Hunden habe ich besonders in unserem städtischen Hundefreilauf pflegen können. Erst nach zwei Jahren durfte Emma dann endlich, nach dem Erwerb des GPS-Trackers, die Welt ohne Leine erkunden dürfen.

Auch wenn einige Wege bezüglich der Erziehung vielleicht weiter waren, als bei vielen anderen Hunden, so bin ich doch froh, welche Erfolge wir gesammelt haben, wie unsere Beziehung vertieft wurde und was für ein Hund letztendlich aus Emma geworden ist.

Ich möchte euch gerne ein paar Bilder von Emma zeigen, die damals entstanden sind. Einige Bilder habe ich aus dem Tierschutz in Bulgarien erhalten. Andere entstanden wiederum in unserer gemeinsamen Anfangszeit. Besonders auf Bildern kann man, meiner Meinung nach, Erfolge und Veränderungen sehen.

Woher habt ihr euren Hund? 🙂

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